Es glitzert und glänzt!

Der Ball der Wiener Wirtschaft wird 2018 mehrfach das Thema Gold- und Silberschmiede behandeln. Denn nicht nur wird es am Ball eine spannende Live-Produktion geben, bei der Ballgäste im Foyer der Hofburg zusehen können, wie Vertreter dieses Kunsthandwerks das gesamte Spektrum ihrer Arbeit darstellen, auch eine edle Damenspende wird von den Gold- und SilberschmiedInnen zur Verfügung gestellt.

650 Jahre Gold- und Silberschmiede

Die Gold- und SilberschmiedInnen Österreichs haben zwei feierliche Jahre hinter sich gebracht: sie feierten in den Jahren 2016 und 2017 mit zahlreichen Festivitäten und Sonderausstellungen ihr 650-jähriges Bestehen.

Dass es sich um zwei Jahre handelt, ist erklärbar: Einerseits wurde den Goldschmieden in Wien am 13. Oktober 1366 im Namen der erzherzoglichen Brüder Albrecht und Leopold ihre älteste Handwerksordnung gegeben. Damit wurde das Handwerk zur Zunft erhoben. Darüber hinaus wurde ein Jahr später, am 15. Dezember 1367, in der „Zechordnung“ niedergeschrieben, nach welchen Bestimmungen die Goldschmiede in Wien ihren Beruf auszuüben hatten.

Und die Feierlichkeiten ziehen sich auch ins Jahr 2018, wo am Ball der Wiener Wirtschaft die Hofburg zur Schaubühne des Kunsthandwerks wird.

Kunstvolle Schauwerkstätte

Die Ballgäste können im Laufe der Ballnacht ins Foyer der Hofburg kommen und eine Exhibition der Sonderklasse bestaunen: in einer Schauwerkstätte kann man zusehen, wie Gold- und Silberschmiede ihrer Arbeit nachgehen, die Werkstücke betrachten und Fragen stellen.

Landesinnungsmeister Wolfgang Hufnagl meint dazu: „Für die Ballgäste ist es schön, etwas zum Anschauen und Angreifen zu erleben. Normalerweise wäre in einer Schmiede auch viel Feuer zu sehen – das ist in der Hofburg aber nicht möglich.“

Zu sehen gibt es neben einer klassischen Gold- und Silberschmiedproduktion noch das Fassen von Steinen – das Glitzern und Glänzen ist ein beliebtes Schauspiel. Silberschmiede werden live Silberbecher produzieren, während Goldschmiede durch Feilen und Sägen ihr Geschick unter Beweis stellen.

Im Kontrast dazu wird aber auch der Hi-Tec-Aspekt der Branche gezeigt. Ein CAD-Planer wird live am Computer ein CAD-Schmuckprodukt entstehen lassen, welches am Ende des Abends mit einem eigens installierten 3D-Drucker gefertigt wird. „Hier sieht man eindrucksvoll die Spannweite von handwerklicher Tradition bis zur Fertigung von zeitgenössischen Schmuckstücken“, kommentiert IM Hufnagl.

Darüber hinaus werden den Ballgästen Fragen rund um die Gold- und Silberschmiede mit Infotainment sowie in persönlichen Gesprächen beantwortet. Als besonderes Zuckerl werden auch die in limitierter Auflage produzierten „650-Jahres Medaillen“ aufgelegt, welche sich Ballgäste als Erinnerungsstück sichern können.

Die Vorfreude auf die Präsentation ist riesengroß, wie Hufnagl unterstreicht: „Seitdem ich 2010 als Landesinnungsmeister übernommen habe, wurden schon öfters Live-Produktion auf Events zur Schau gestellt, aber auf einem Ball in dieser Größenordnung noch nie.“

Exklusive Damenspende am Ball

Eine besondere Überraschung haben die Gold- und Silberschmiede aber noch parat: sie stehen in diesem Jahr für die Damenspende, welche beim Verlassen des Balls an die weiblichen Ballgäste ausgegeben wird. Es handelt sich um einen formschönen silbernen Anhänger mit einem Jugendstilmotiv, einem Frauenkopf mit wallendem Haar.

Die Anhänger wurden eigens für den Ball Anfang Jänner in den Wiener Ringstrassen-Galerien gefertigt. Landesinnungsmeister Hufnagl erklärt: „Individuell handgefertigter Schmuck gewinnt wieder an Attraktivität. Wir haben den Vorteil, dass wir direkt auf Kundenwünsche eingehen, der Kunde ist ja bei der Erstellung in mehreren Phasen dabei.“

Recycling garantiert Faires Gold in Österreich

Mit einer pikanten Aussage lässt Landesinnungsmeister Hufnagl dann aufhören: „Goldschmiede haben das Recycling erfunden“.

Und er liegt damit richtig. Gold ist als Ressource schwer zu gewinnen, aus einer Tonne Gestein lässt sich höchstens 5-8 g Gold herausholen. Somit wird sehr sorgfältig damit umgegangen, jedes Staubkörnchen wird gesammelt recycelt. Denn Gold kennt keinen Verfallprozess, es kann immer wieder eingeschmolzen und neu verarbeitet werden.

Hier haben die österreichischen Goldschmiede großer Vorteil: sämtliche großen Gold-Anbieter des Landes bieten ausschließlich Recyclinggold an – sei es Gold, das in der Technik als Komponente im Einsatz war, oder sei es Gold aus altem Schmuck.

„Es ist gut möglich, dass Schmuck, der heutzutage gefertigt wird, Gold aus der Antike beinhaltet“, setzt Hufnagl fort. „Recycling ist der fairste Umgang mit natürlichen Ressourcen, und darauf können wir in Österreich stolz sein.“

Kartenvorverkauf

Der Kartenvorverkauf ist im vollen Gange, Tickets für die Ballnacht sind online (Print-At-Home) in unserem Ticketingsystem erhältlich. Bitte klicken Sie folgenden Link:

Wir freuen uns auf eine schwungvolle Ballnacht mit Ihnen im Februar!